Garten-Wiki – Baumschnitt: So gelingt er 2017-08-15T06:08:34+00:00

Baumschnitt: So gelingt er

Bäume im Garten spenden Schatten, bieten Sichtschutz und tragen im Falle von Obstbäumen leckere Früchte. Damit die Gehölze lange schön und gesund bleiben, ist ein regelmäßiger Baumschnitt notwendig. Erfahren Sie hier, worauf Sie dabei achten sollten.

Ein Baum- oder Strauchschnitt im heimischen Garten kann aus verschiedenen Gründen notwendig sein: wenn Sie Größe und Wuchskraft Ihrer Gartenbäume bei der Baum-Neupflanzung unterschätzt und sie zu dicht gesetzt haben, zum Beispiel, oder wenn die Äste unkontrolliert nach oben wachsen. Aber auch, um Pilzbefall zu vermeiden und damit genügend Licht und Sauerstoff durch Zweige und Blattwerk kommen, muss zur Baum- und Strauchpflege ein regelmäßiger Beschnitt durchgeführt werden.

Weil dies, auch wenn es sich um einen Baumpflegeschnitt handelt, immer Wunden am Astwerk hinterlässt, sollte nur so viel wie notwendig weggenommen und die Schnitte gezielt gesetzt werden, um Baum oder Strauch nicht unnötig zu verletzen. Denn selbst Wundverschlussmittel können in diesem Fall keine Wunder wirken. Im Gegenteil: Es kann passieren, dass sich zwischen Mittel und totem Holz Feuchtigkeit sammelt und Fäulnis entsteht, die ein Paradies für Pilze ist. Deshalb gilt es, den Mittelweg zwischen zu viel und zu wenig Baumschnitt zu finden.

Baumschnitt: Wann und wie
Generell gilt: Ein Drittel des Astes oder Triebes kann entfernt werden, bei Obstbäumen die Hälfte – und zwar über einem abzweigenden Seitentrieb. Das wird im Fachjargon Ableiten genannt. Der beste Zeitpunkt für einen Baumschnitt ist – bis auf stark austreibende und wundanfällige Sorten die keine oder wenig Früchte tragen – die Zeit, in der die Bäume und Sträucher ruhen, also im Spätsommer – Winter. Zusätzlicher Vorteil: Es gibt keine Belaubung, was es einfacher macht, die Äste zu erkennen, die „aus dem Raster“ wachsen. Frostfrei sollte es jedoch sein, da sonst die Zweige brechen können und der Baum/Strauch geschädigt wird, bzw. bei der Seilklettertechnik eine zu hohe Gefahr für die Arbeitenden besteht.

Die natürliche Wuchsform sollte beim Baumschnitt möglichst erhalten werden, deshalb eignet sich eine elektrische Heckenschere weniger gut dafür. Besser: die Hauptäste mit einer Säge oder Astschere zurückschneiden. Arbeiten Sie sich rund um die Krone und stutzen beziehungsweise lichten Sie gleichmäßig.

Baumschnitt: Sonderfälle
Eine Ausnahme von dieser Regel bilden junge Bäume. Diese sollten ihren ersten Baumschnitt bereits vor dem Einpflanzen in den Garten bekommen – und zwar so, dass lediglich Leittrieb und drei (je nach Baumart) weitere Äste stehen bleiben. Das ermöglicht es der Wurzel das ganze Bäumchen mit Nährstoffen zu versorgen.

Ebenfalls komplizierter kann es bei alten, sehr hoch gewachsenen Bäumen werden. In einem solchen Fall, in dem eine Leiter nicht mehr genügt, um die für die Baumkontrolle zu stutzenden oder morsch gewordene/abgestorbene Äste zu erreichen, empfiehlt es sich, bei einer Gärtnerei oder Baumschule einen Experten anzufragen. Diese können mit speziellen Techniken, beispielsweise der Seilklettertechnik (SKT) in die Krone steigen und den Baumbeschnitt fachmännisch durchführen. gartentyp hat sich 2017 für solch eine Ausbildung entschieden und ist damit Zertifizierter Baumkletterer Betrieb.

Wurzel-Entfernung bei Baumfällung
Hat man einen Baum im Garten, der sehr hoch gewachsen, aber nicht sehr standfest ist (z.B. Fichte), kann es sein, dass ein Baumschnitt nicht mehr genügt, sondern aus Sicherheitsgründen eine Baumfällung vorgenommen werden muss. Kraftsparend die Wurzel entfernen können Sie, indem Sie erst das Wurzelwerk rund um den bestenfalls noch 1,5 Meter aufragenden Stamm mit einem Spaten freilegen und dünnere Wurzeln dabei gleich durchtrennen. Dann wird der Stamm als Hebel genutzt und in verschiedene Richtungen bewegt, um die Wurzeln gänzlich aus dem Boden zu lösen.

 

 

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