Bewässerung im Garten – Wie viel Wasser brauchen meine Pflanzen?

Pflanzen im Garten benötigen neben der Aufmerksamkeit eines Gartenliebhabers auch eine angemessene Bewässerung. Welche Tipps und Faktoren zu beachten sind, erfahren Sie hier.

Inhaltsverzeichnis

Bewässerung im Garten – die wichtigsten Tipps und Faktoren

Wasser ist für alle Pflanzen lebensnotwendig. Das Wasser sorgt für die Stabilität der Pflanzen und sorgt für die Nährstoffversorgung, denn nur im Wasser können die Nährstoffe gelöst und verteilt werden. So kann die Pflanze die Nährstoffe aufnehmen. Das Resultat sind kräftige Stiele und Blätter, wunderbare Blüten und eine reiche Ernte bei Gemüse und Obst.  

Wie viel Wasser eine Pflanze braucht, ist unterschiedlich. Manche Pflanzen sind besonders durstig, manche geben sich mit weniger Wasser zufrieden. Dabei beeinflussen die Region, das Wetter und der Boden den Wasserbedarf der Pflanzen. Außerdem benötigen tiefwurzelnde Pflanzen weniger Wasser als Flachwurzler.

 

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Gießen im Garten?

Grundsätzlich ist die beste Zeit für die Bewässerung des Gartens der frühe Morgen. Im Sommer ist die Bewässerung im Garten zwischen vier und fünf Uhr ideal. Um diese Uhrzeit geht das wenigste Wasser durch Verdunstung verloren. Spätere Bewässerung oder gar Gießen um die Mittagszeit birgt vor allem im Sommer die Gefahr eines Sonnenbrandes Ihrer Pflanzen. Optimalerweise sind Gärtner also Frühaufsteher oder behelfen sich mit automatischen Bewässerungssystemen wie Perlschläuchen, Beregnungsanlagen und Rasensprengern, die beispielsweise über Zeitschaltuhren oder smarte Technik gesteuert werden.  

Die meisten Gartenfreunde können um diese Zeit aus verschiedenen Gründen noch nicht gießen. Daher ist es auch ein wenig später oder am Abend möglich, die Pflanzen im Garten mit Wasser zu versorgen. 

Pflanzen auf dem Balkon und Kübelpflanzen brauchen besondere Aufmerksamkeit

Auf der Terrasse und dem Balkon, aber auch im Garten finden sich häufig viele Pflanzen in Kübeln und Töpfen. Diese brauchen in heißen und trockenen Sommern oft zweimal am Tag eine Wassergabe. Das liegt daran, dass in den Gefäßen nur begrenzt Wasser gespeichert werden kann, auf welches die Pflanzen den Tag über zurückgreifen. Morgens und abends eine gute Portion Wasser lässt auch die Kübelpflanzen prachtvoll gedeihen. 

Die zweite Faustregel nach dem Tageszeitpunkt ist das Intervall und die Menge von Wasser bei der Gartenbewässerung. Tägliches Gießen macht viele Pflanzen bequem, sie bilden nur flache Wurzeln aus, weil sie durch die ständigen Wassergaben keine Notwendigkeit sehen, tiefe Wurzeln auszubilden. Alle paar Tage kräftig zu gießen, regt die Bildung tieferer Wurzeln an und sorgt gleichzeitig für mehr Standfestigkeit der Pflanzen. 

Wasserbedarf von jungen und alten Pflanzen

Junge Pflanzen haben noch keine tiefen Wurzeln. Sie sind noch sehr empfindlich gegenüber Austrocknung und Überwässerung. Daher gilt bei der Bewässerung im Garten: 

Kleine Pflanzen täglich gießen, größere Pflanzen im Abstand von mehreren Tagen, dafür aber reichlich. Wie reichlich, hängt von der Pflanze ab. Während ein Beet zum Beispiel im Sommer rund 10 bis 15 Liter pro Quadratmeter Wasser benötigt, braucht ein Baum nur einmal pro Woche Wasser, dafür aber dann gleich bis zu 100 Liter Wasser. Ein Rasen kommt mit rund zehn Litern Wasser pro Woche aus, Gehölze wie Rhododendron oder andere Stauden brauchen zwei bis dreimal die Woche 20 bis 30 Liter Wasser.

Auch Standort und Boden entscheiden über den Wasserbedarf

Wie viel Wasser genau Ihre Pflanzen benötigen hängt aber auch vom Standort und vor allem von der Bodenbeschaffenheit ab. Lehmböden speichern Wasser viel besser als trockene Sandböden, in denen das Wasser schnell versickert. Schattige Plätzchen verringern den Wasserbedarf. Aber Achtung: Nicht jede Pflanze mag Schatten!

Rasensprenger, Schlauch und Gießkanne – welches Gerät für welche Pflanzen?

Wichtig beim Bewässern des Gartens ist das richtige Gerät für die Wassergabe. Ein Rasensprenger mag für den Rasen die richtige Wahl sein, Blumen und Beetpflanzen allerdings mögen die Beregnung von oben nicht. Pilzbefall droht. Die gute alte Gießkanne oder der Schlauch sind hier die bessere Wahl. Tropf- und Perlschläuche entlasten dabei den Rücken und die Gelenke der Gartenfreunde. 

Schutz vor Austrocknung mit Hacke und Mulch

Regelmäßiges Aufhacken der obersten Bodenschicht auf den Beeten im Garten hilft dabei, dass das Wasser weniger schnell verdunstet und tiefer in die Erdschichten eindringen kann. Mulchen mit getrocknetem Rasenschnitt oder klein gehäckseltem Strauchschnitt verhindert übermäßigen Feuchtigkeitsentzug durch Sonne und Wind. 

Welches Wasser eignet sich zum Gießen im Garten?

Am besten eignet sich zur Gartenbewässerung Regenwasser, welches Sie zum Beispiel in einer oder mehreren Regentonnen sammeln können. Dieses Wasser ist kalkarm und hat einen für Pflanzen günstigen pH-Wert. Auch Brunnenwasser ist geeignet, sollte aber vorher auf seine Beschaffenheit überprüft werden. Falls Sie keine Regentonne oder einen Brunnen zur Verfügung haben, tut es auch Wasser aus der Leitung. Wichtig ist, dass das Wasser nicht zu kalt und am besten abgestanden ist.

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Bewässerung im Garten leichtgemacht – automatische Bewässerungssysteme

Die regelmäßige Bewässerung im Garten ist eine Menge Arbeit. Die Gartenbewässerung im Urlaub ist eine besondere Herausforderung. Eine einfache Lösung, damit man nicht unbedingt auf die Hilfe von Freunden, Nachbarn oder Bekannten angewiesen ist, ist die automatische Bewässerung im Garten. Dafür gibt es eine Vielzahl von Bewässerungssystemen, die von der Tropfbewässerung über zeitgesteuerte und smarte Rohr- und Schlauchsysteme reichen, die sogar unterirdisch verlegt werden können.

Profis wie wir von gartentyp helfen Ihnen bei der Planung der Bewässerung des Gartens und finden mit Ihnen gemeinsam eine ästhetisch ansprechende Lösung für die Bewässerung Ihres Gartens über ein modernes Bewässerungssystem.

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Häufig gestellte Fragen.

Wie viel Wasser brauchen meine Pflanzen im Garten wirklich?

Der Wasserbedarf von Gartenpflanzen hängt stark von Pflanzenart, Bodenbeschaffenheit und Wetter ab. Allgemein gilt: Junge Pflanzen und frisch gesetzte Beete benötigen häufiger Wasser, weil ihre Wurzeln noch wenig tief ins Erdreich reichen. Etablierte Stauden, Sträucher oder Bäume mit gut entwickelten Wurzelsystemen kommen mit weniger regelmäßiger Bewässerung zurecht, weil sie Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen können. Auch der Boden spielt eine Rolle: Sandige, durchlässige Böden geben Wasser schneller frei und müssen häufiger bewässert werden, während schwere, lehmige Böden Feuchtigkeit länger speichern und seltenere Bewässerung vertragen. Entscheidend ist, dass der Boden gleichmäßig feucht, aber nicht nass oder staunass bleibt, um Wurzelfäule zu vermeiden.

Brauche ich eine Baugenehmigung für meine TerrasseWelche Faktoren beeinflussen den Wasserbedarf im Garten?

Mehrere Faktoren bestimmen, wie viel Wasser ein Gartenbereich braucht. Die Pflanzenart ist einer der wichtigsten: mediterrane Pflanzen oder robuste Stauden benötigen oft weniger Wasser als Gemüse, das konstanten Wasserbedarf hat. Auch die Jahreszeit spielt eine große Rolle, denn im Sommer und bei hohen Temperaturen steigt der Bedarf, während im Frühling oder Herbst weniger Wasser nötig ist. Zusätzlich beeinflusst die Lage des Gartens den Bedarf: sonnige, windige Bereiche trocknen schneller aus als schattige oder geschützte Ecken. Schließlich wirkt sich der Boden direkt aus, weil unterschiedliche Bodenarten Wasser verschieden speichern und abgeben. Eine kluge Bewässerung berücksichtigt all diese Faktoren und versorgt jede Zone bedarfsgerecht.

Wie erkenne ich, wann meine Pflanzen Wasser brauchen?

Anzeichen für Wasserbedarf sind leicht welke Blätter, ein trockener Boden oder nachlassendes Wachstum; regelmäßige Kontrolle des Bodens hilft, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.

Wie oft sollte ich im Sommer den Garten wässern?

Im Sommer und bei warmer, trockener Witterung lohnt es sich, häufiger und gleichmäßig zu bewässern, idealerweise morgens oder abends, damit Wasser tief in den Boden eindringen kann.

Sind automatische Bewässerungssysteme sinnvoll?

Ja, automatische Systeme helfen dabei, Wasser bedarfsgerecht zu verteilen und Über- oder Unterbewässerung zu vermeiden, besonders bei größeren Flächen oder wenig Zeit.

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