Laub kompostieren – Flächenkompostierung

Buntes Herbstlaub an den Bäumen erfreut das Herz vieler Menschen. Bei nassem und richtig vertrocknetem Laub auf dem Boden, den Wegen, den Beeten und dem Rasen sieht das mit der Liebe zum Herbstlaub schon wieder anders aus. In jedem Herbst stellen sich Hobbygärtner und Gärtnerinnen die Frage: Wohin mit dem ganzen Laub? Das Laub muss nicht entsorgt werden. Komposthaufen aus Laub und Flächenkompostierung auf den Beeten sind die Stichworte für die Verwendung der Blätter im Garten. gartentyp erklärt, was Flächenkompostierung ist und wie Laubkompostierung geht.

Blätter harken im Herbst und für die Flächenkompostierung nutzen
Wohin mit dem ganzen Laub? Die Kompostierung von Laub stellt eine echte Alternative zum Entsorgen dar.

Wie kann man Laub kompostieren?

Der eigene Kompost, wertvoller Humus – es gibt keinen größeren Schatz für einen Gartenliebhaber! Neben den normalen Bio-Abfällen, die man so für den Kompost kennt, eignet sich auch das Laub zum Kompostieren. Laub kompostieren funktioniert fast so wie der normale Kompost, aber eben nur fast. 

Der größte Unterschied beim Kompostieren von Laub statt der üblichen Bio-Abfälle ist der Faktor Zeit. Laub braucht viel länger, ehe es zu wertvollem Humus verrottet ist. Daher einige Tipps, wie Sie beim Laub Kompostieren vorgehen sollten:

  1. Häckseln Sie das Laub.
  2. Mischen Sie die gehäckselten Blätter mit anderen Materialien wie dem letzten Rasenschnitt.
  3. Schichten Sie die verschiedenen Arten von Kompostmaterial. auf dem Boden.  Eine Schicht Laub, eine Schicht Küchenabfälle, eine Schicht Rasenschnitt, wieder eine Laubschicht und so weiter.
  4. Eine solche Schicht sollte eine Dicke von ungefähr 30 Zentimetern haben.
  5. Streuen Sie zwischen den Schichten auch einmal eine dünne Schicht Algenkalk. Hornspäne oder Grobkompost ein, um das Laub kompostieren zu beschleunigen.
  6. Die oberste Schicht sollte Stroh, Gras oder Laub sein!

Wichtig! Wenn Sie einen reinen Laubkompost aufschichten, also nicht mit den Materialien abwechseln, dann muss der Komposthaufen etwa alle sechs Wochen zum Durchlüften umgeschichtet werden.

Was ist Flächenkompostierung?

Neben einem Laubkomposthaufen können Sie mit den Blättern im Herbst auch noch eine andere Methode der Kompostierung anwenden: die Flächenkompostierung. Im Grunde heißt das nichts anders als das Laub liegenzulassen. Wer sich jetzt schon freut, nie wieder Laub harken zu müssen, dem sei allerdings gesagt, dass es bei der Flächenkompostierung natürlich nur um ausgewählte Flächen im Garten geht. Vor allem Gemüsebeete, Beete mit Sommerblumen, Baumscheiben und Bereiche mit Sträuchern eignen sich perfekt für die Flächenkompostierung mit Laub.

Wege, der Rasen, Staudenbeete, Beete mit niedrig wachsenden Blumen, Ziergräser und der Gartenteich sollten von Laub befreit werden.

Flächenkompostierung – so gehts!

Flächenkompostierung ist etwas anderes als Mulchen. Das Laub wird im Idealfall etwas kleiner gehäckselt, kann aber auch so wie es fiel, verwendet werden. Das gehäckselte Laub wird in etwa 10 bis 15 Zentimeter dicken Schichten auf Baumscheiben, unter Sträuchern oder auf den Beeten verteilt. Danach ganz leicht unterarbeiten.

Ungehäckseltes Laub, zum Beispiel unter Bäumen und Sträuchern braucht nun fast ein Jahr, bis es verrottet ist. Da die Gärtner die Beete eher wieder brauchen, kommt häufig ein Kompostierbeschleuniger möglichst Mikroorganismen) und /oder eine Mischung aus Laub, Grasschnitt, Bio-Abfällen und gehäckselter Strauch- oder Baumschnitt zum Einsatz.

Welches Laub eignet sich für die Kompostierung?

Eine weitere Komponente, die die Dauer der Verrottung des Laubs zu Humus mit vielen Nährstoffen beeinflusst, ist die Art des Holzes, von dem die Blätter stammen. Mit diesem Thema geht auch gleich die Frage einher, welches Laub überhaupt zum Kompostieren beziehungsweise zur Flächenkompostierung geeignet ist und welches nicht.

Blätter von Esche, Birke, Linde und Ahorn verrotten am schnellsten. Auch Eiche und Buche sind geeignet, braucht aber um einiges länger.

Nadelhölzer sind ungeeignet. Sie machen den Boden sauer. Auch die Blätter von Nussbäumen können den Boden sauer machen, außerdem brauchen auch sie sehr lange zum Verrotten. Allerdings eignen sich diese Holzarten sehr gut für einen speziellen Dünger für säureliebende Pflanzen oder zum Eindämmen von Wildkräutern.

Kastanienblätter sind häufig schon im Sommer braun und leiden am Befall mit der Miniermotte. Dieses Laub sollten Sie entsorgen, und nicht zur Kompostierung über den Winter verwenden.

Gekochte oder gebratene Essensreste gehören wie beim normalen Kompost auch bei allen Arten der Verwendung von Laub zum Kompostieren nicht dazu. Sie locken Ratten und andere Kleintiere an.

Tipp: Noch immer Laub übrig? Dann haben Sie ein Herz für Tiere und stellen Sie Laubhaufen als Winterquartier für kleine Tiere wie dem Igel oder dem Molch zur Verfügung.