Garten-Wiki – Trockenmauer 2017-04-20T10:26:22+00:00

Trockenmauer

Ein Mäuerchen im Ziergarten sieht hübsch aus und hat bepflanzt obendrein noch einen ökologischen Wert. Erfahren Sie hier, wie Sie eine Trockenmauer selbst bauen und welche Pflanzen Sie darauf setzen können.

Waren Trockenmauern früher Rutschschutz an Hängen, Einfriedung von Grund oder Wetterschutz, haben sie heute eher dekorativen Charakter. Und durchaus ökologischen Wert. Bepflanzt sind sie beispielsweise ein Paradies für Bienen. Auch Insekten und Reptilien fühlen sich zwischen den warmen Steinen wohl. Oder setzen Sie Kräuter in die Fugen (z.B. Thymian) und nutzen Sie diese in der Küche. Geeignet als pflanzlicher Mauerbewohner sind unter anderem das Mauer-Zimbelkraut, das Kissen-Seifenkraut, der Braune Streifenfarn oder der Gegenblättrige Steinbrech.

Material und Planung
Ein klassisches Material für Trockenmauern ist Naturstein. Vor allem dort, wo es Steinbrüche gibt und die Transportkosten deshalb überschaubar bleiben. Einfacher wird es, wenn die Steine gerade Kanten haben und ungefähr gleich groß sind. Sonst kann der Bau für unerfahrene Bauherren und -damen schnell zum Nerven strapazierenden Stein-Tetris werden. Allerdings sind gleichmäßig behauene Steine auch teurer.
Da eine Trockenmauer ohne Mörtel auskommt, können Sie sie auch ohne Mauerbau-Erfahrung selbst in Angriff nehmen, da Sie sie jederzeit wieder auseinander nehmen und Fehler korrigieren können. Achtung: Soll die Mauer höher als zwei Meter werden, brauchen Sie einen Standsicherheitsnachweis vom Statiker.

Mauerbau in 5 Schritten:

  1. Heben Sei einen ca. 40 Zentimeter tiefen Graben aus, der ein Drittel so breit sein sollte wie die Mauer später hoch werden soll. Stampfen Sie den Grund des Grabens fest und füllen Sie Schotter ein.
  2. Verdichten Sie den Schotter, sodass ungefähr fünf Zentimeter unter der Bodenoberfläche ein ebenes Bett entsteht.
  3. Legen Sie im hinteren Fundament-Bereich ein Drainagerohr das Sickerwasser ableitet.
  4. Die erste Mauerschicht sollte aus großen, breiten Steinen bestehen, sodass Sie eine große Auflagefläche haben. Legen Sie die Basissteine so in den Schotter, dass ihre Stirnseiten um zehn bis fünfzehn Prozent geneigt sind (ausgehend von der Senkrechten). Sonst steht die Mauer später nicht sicher. Am besten gelingt das mit einer Winkelschablone und einer horizontal gespannten Schnur an der Sie die Steine gerade ausrichten.
  5. Hinterfüllen Sie die Steinschicht mit einem Gemisch aus Schotter und Erde und drücken Sie dieses leicht fest. Auf die erste Starke Reihe setzen Sie die nächste Schicht … und machen immer weiter solange bis die Mauer die gewünschte Höhe hat. Die letzte Steinschicht, die sogenannte Deckschicht, sollte aus gleichmäßigen und flachen Steinen bestehen.
    Tipp: In breite Spalten (sollten nicht zu oft vor kommen) zwischen den Steinen können Sie auch gleich Polsterstauden anstatt des Schotter-Erd-Gemischs setzen.
    Tipp2: Verkleben Sie die letzten Platten mit der darunter liegenden haben Sie auch einen festen Auftritt und spielende Kinder estrwas mehr Sicherheit. Doch ACHTUNG, eine Trockenmauer ist kein Spielplatz für Kinder. Sollten Sie sich unsicher sein ziehen Sie einen Fachmann am besten über Ihren Lieferanten hinzu.
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