Garten-Wiki – März im Ziergarten: Die besten Tipps für den Frühling 2017-04-20T10:26:22+00:00

März im Ziergarten: Die besten Tipps für den Frühling

Im März beginnt offiziell der Frühling. Für Gartenfreunde heißt das: die Pflanzzeit beginnt! Erfahren Sie hier, mit welchen Blüten, Stauden und Gehölzen Sie Ihren Ziergarten im März am besten schmücken und wie Sie bestehende Pflanzen frühlingsfit machen.

Beschneiden
Frühjahrsputz wird nicht nur im Haus gemacht. Auch Ihr Garten möchte auf Vordermann gebracht werden. Es gilt zu stutzen, zu trimmen. Diese Pflanzen und Gehölze freuen sich im März besonders über etwas Kosmetik.

Rosen: Haben Sie öfterblühende Sorten im Ziergarten, sollten Sie sie im März zurückschneiden. Dann können sie in den folgenden Monaten wunderbar üppig aufblühen. Entfernen Sie Triebe komplett, die krank oder erfroren sind. Die restlichen schneiden Sie auf drei bis fünf Knospen herunter.
Etwas anders sieht es mit Kletter- und Strauchrosen aus. Hier genügt es, sie lediglich etwas auszudünnen und unverzweigte und/oder kräftige Triebe um etwa ein Drittel zu kürzen. Wollen Sie Ihren Rosen darüber hinaus etwas Gutes tun, düngen Sie das Beet mit mineralischem oder organischem Langzeitdünger.

Heiligenkraut: Diese Staude ist an und für sich sehr genügsam. Sie braucht nicht viel mehr Pflege als einen regelmäßigen Rückschnitt und der kann im März ruhig stark ausfallen (solange man nicht bis ins alte Holz schneidet). So behält das Heiligenkraut seine buschige Form und verkahlt nicht.

Heidegarten-Pflanzen: Ein Heidegarten kann unglaublich vielfältig sein. Lavendel, Erica, Strukturgehölze … es gibt allerlei Gestaltungsmöglichkeiten. Eines haben die (meisten) Heidegarten-Pflanzen aber gemein: Im März möchten Sie rückgeschnitten werden. Lavendel, Sommer- und Winterheide können Sie auf kurze Stummel kürzen, einen zu tiefen Schnitt ins alte Holz sollten Sie aber vermeiden, da es sonst Probleme mit dem erneuten Austreiben geben könnte. Eine Ausnahme ist die Erica, ihr genügt es, alle paar Jahre in der letzten Blütenwoche beschnitten zu werden.

Kirschlorbeer: Die beliebte Heckenpflanze ist ein Sensibelchen. Entsprechend vorsichtig sollten Sie beim Kürzen zu langer oder kaputter Zweige vorgehen. Die zarten Blüten nehmen eine Behandlung mit elektrischer Heckenschere äußerst übel, entfernen Sie deshalb einzelne Triebe mit der Gartenschere. Schrotschusskrankheit oder auch pilzlicht Infektionen könnten da die Folge sein.

Düngen und pflanzen
Zwiebelblumen: Was wäre der Frühling ohne Tulpen, Narzissen und andere Zwiebelblumen? Haben Sie sie schon länger im Garten und sie möchten dieses Jahr nicht so recht blühen, spendieren Sie ihnen ein wenig Dünger. Einige Arten von Zwiebelblumen sind recht nährstoffbedürftig (z.B. Hyazinthe, Narzisse, Tulpe). Ein schnell wirkender Volldünger (mineralisch), wenn die Pflanzen erste Blätter zeigen, unterstützt Wachstum und Blüte.

Staudenbeete: Schneiden Sie die Pflanzen zurück und jäten Sie das Beet. Erst dann sollten Sie düngen. Kompost ist eine gute Option. Verteilen Sie ihn bis zu drei Zentimeter hoch auf dem Beet und arbeiten Sie ihn vorsichtig ein. Ebenso gute Dienste leisten organische oder mineralische Langzeitdünger.

Zweijährige: Winterannuelle Pflanzen wie Stiefmütterchen, Stockrosen oder Vergissmeinnicht sollten Sie spätestens im März auspflanzen. Diese Pflanzengattung ist ansonsten recht genügsam und benötigt keine besondere Pflege. Das Beet sollte allerdings immer feucht (aber nicht nass) sein und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt liegen.

Bäume und Sträucher: Sommergrüne Bäume und Sträucher sollten spätestens im März umgepflanzt werden da sonst die Gefahr steigt, dass sie nicht mehr richtig anwachsen. Versetzen Sie die Pflanzen mit einem möglichst großen Erdballen und lassen Sie sie nicht lange stehen, sondern setzten Sie umgehend wieder ein.

Tipps und Tricks
Gartenpflege minimieren: Bodendecker sind genügsame Gesellen. Begrünen Sie größere Flächen Ihres Gartens mit Polsterthymian, Mauerpfeffer, Immergrün oder Efeu. So machen Sie sich die Pflegearbeit leichter. Weil eine flächige Bepflanzung nicht gerade günstig ist, fragen Sie zunächst bei Ihren Gärtnerfreunden, ob Sie sich dort welche abnehmen können.

Frühblüher maximieren: Schneeglöckchen können Sie direkt an der Blüte teilen und die Tuffs dann an anderer Stelle in Ihrem Garten wieder einpflanzen. Setzen Sie sie so tief wie sie auch zuvor schon standen. Orientieren können Sie sich an der unteren Laubpartie, die etwas heller ist. Humusboden, den Sie immer feucht halten sollten, erleichtert den kleinen Frühblühern das Anwachsen.

Rasen maniküren: Ende März ist der richtige Zeitpunkt, um Ihren Garten zu vertikutieren und Moos und Rasenfilz zu entfernen. Der Rasen sollte dafür trocken sein und zuerst gemäht werden. Die Messer des Vertikutierers sollten maximal bis zu drei Millimeter tief unter der Grasnabe einritzen. Vertikutieren Sie erst längs, dann quer im Schachbrettmuster.

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